|
beschreibung Angst & Panik
---
Am Anfang einer Angstkarriere steht die Frage nach der Entstehung, der Ursache, also der Anamnese (Krankheitsgeschichte) des Betroffenen : Vom Therapeuten / Behandler werden hierzu folgende Fragen gestellt:
"Wann trat die Angst das erste Mal auf und/oder durch welches Erlebnis wurde sie ausgelöst?". Weit über 90 % aller Betroffenen Patienten werden diese Frage auf folgende Weise beantworten: "Die Angst trat plötzlich und ohne Vorwarnung auf." Die Angst war plötzlich da, einen Auslöser oder eine konkrete Ursache gab es nicht."
Diese Aussagen, die den aufgeführten Beispielen stets sehr ähnlich klingen, lassen sich auf zwei wesentliche Konstanten reduzieren.
"Grundlos" und "Plötzlich". Ein erfahrener und psychologisch geschulter Behandler möchte und muß diese Aussagen näher ergründen, während der Betroffene dies aus Angst vor der Angst vermeiden will.
Beide Handlungen sind verständlich: Während der Therapeut die näheren Umstände des Erlebens vor dem Auftreten der Angst und eine möglichst exakte Beschreibung aller Einzelheiten, wie z.B. Ärger, Befindlichkeit, Geschehen, Farben, Geräusche, Musik, Ort, Schreie oder Stille, Streit, Personen, Wetter, Wut usw. zu einer erfolgreichen Therapie benötigt, so können diese Fragen beim Betroffenen eine erneute Angstsituation auslösen.
Deshalb hat nur ein sehr erfahrener Behandler, Psychotherapeut oder Psychologe, die Chance zum Angst auslösenden Kern im Patienten vorzudringen. Umso besser ein Therapeut hierzu also in der Lage ist, umso erfahrener, gezielter und erfolgreicher kann er auch seine Arbeit beginnen und auch erfolgreich mit dem Betroffenen arbeiten.
Der Erstkontakt in der Therapie ist für den Angst(Patienten) das elementare Schlüsselerlebnis. Dieses Therapieerlebnis begleitet ihn Zeit seiner Angst(Behandlung). So entscheidet stets das Einfühlungs- und das Verständnisvermögen des Therapeuten über die Einlassung des Patienten und somit auch über Erfolg und Nichterfolg der Behandlung!
|